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Steine in der Geschichte

Das Streben nach Heilung mit Hilfe der Edelsteine ist, wie andere Heilpraktiken auch, ebenso alt wie die Menschheit selbst. Von Ausgrabungen und aus alten Schriften sind Heilpraktiken aus dem alten Ägypten, dem Altertum und dem Mittelater bekannt. Zudem erfahren wir mehr und mehr über die verbreitete Nutzung von Steine in den Heilpraktiken der Indianer und weiterer von der Zivilisation uberührter Stämme auf der Welt. All das, was uns studiert und beschrieben wird, was wir erst entdecken, war und ist für Kinder der Natur eine selbstverständliche und alltägliche Tatsache. Wir gehen behutsam mit Pflanzen um, wir sprechen zu ihnen und fördern damit ihr gesundes Wachstum. Das gilt nicht nur im Pflanzenreich, sondern auch für alles andere auf der Erde. Lieder, Gebete, und Rituale der Naturvölker sind nicht nur als menschliche Ausdrucksweise zu verstehen, sie sind auch eine gezielte Bejahung der Naturgesetze, von denen wir, die so genannten Zivilisierten, uns entfremdet haben.

Die Edelsteine faszinierten den Menschen schon immer, erst als Schmuck, Amulette oder als heilige Steine. Bei den Mayas wurde den Toden ein Stück Jadeit in den Mund gelegt, in der Grabstätte Tutanchsamuns wurden Türkise und Amazonite gefunden, die bei den alten Ägyptern und in Mesopotamien besonders geschätzt waren. Im Alten Testament werden die Brustschilde der Richter erwähnt, an denen an ganz bestimmten Stellen Edelsteine eingesetzt waren.

Die gesamte Geschichte des Christentums ist im Grunde auch eine Geschichte der Edelsteine und deren Bedeutung. Da ist zum Beispiel der Amethyst in den Bischofsringen, der die seelische Reinheit symbolisiert, oder auch der Stein des Glaubens, der Weisheit und der Reinheit des Herzens, der Saphir, der die Kardinalsringe zierte. Imalten Indien indessen wurde eine Varietät des Adulars als Symbol der Liebe und der Einheit der gegesätzlichen Aspekte von jeher als heiliger Stein verehrt.

Mit der Zeit haben sich die Methoden der Heilanwendung von Steinen entwickelt und konkretisiert. Für die mittelalterlichen Wissenschaftler besaß der Stein Seele und Körper, Fleisch und Blut, Feuer und Wasser, alles in einer festen Einheit verschmolzen.

Die Steine leben

Der Ursprung des menschlichen Körpers ist im Stein: Staub zu Staub.
Mit allen Lebewesen auf dieser Erde verbindet uns ein gemeinsames Schicksal:
die Geburt, das Leben und der Tod - wir bewegen uns alle von der Geburt hin bis zum Tode. Von den Pflanzen unterscheiden wir uns durch die Bewegung von einem Ort zum anderen. Bei den Pflanzen allerdings können wir im Unterschied zu den Steinen eine andere Bewegung sehen, die Bewegung des Wachstums. Aber die Pflanzen haben auch Wurzeln, mit denen sie unzertrennlich mit der Erde verbunden sind, die sie ernährt.

Die Steine sind im Vergleich zu den Tieren und Pflanzen starr und "unveränderlich". Bei genauer Beobachtung aber können wir sehen, dass auch sie geboren werden, leben und in der Metamorphose sterben, damit sie, obwohl in einer anderen Form, gebworen werden können. Sie sind also nicht ewig, unveränderlich und somit "tot", sondern sie leben in gewisser Weise so wie auch wir.

Heute wissen wir, dass sich das Leben der Steine tatsächlich äußert. Wir können diese Lebensäußerungen nicht durch unsere Sinne wahrnehmen, sie dienen aber allem Leben auf der Erde - es ist die Vibration. Wir können das pulsierende Leben der Steine nur durch unsere inneren Empfindungen wahrnehmen, aber diese Wahrnehmung ist so konkret, dass wir ihre starke heilende Energie bis tief in unsere Seele verspüren.

Es ist allgemein bekannt, dass die Pflanzen auf liebevolle Schwingungen, auf einer freundliche Stimme, auf Musik oder Berührungen positiv reagieren. Die Repräsentanten einer so genannten niedrigeren Lebensform haben ein harmonisches Wesen. Sie befinden sich im Einklang mit dem göttlichen Energiestrom, sie reflektieren die reinen, Lebenspendenden Sonnenstrahlen, sie sind die lebenden Zeugen unserer eigenen Vergangenheit.

Wir Menschen haben mit der Zeit nahezu alle Instinkte, Brauche, Verhaltensweisen und Regeln verloren, durch die wir fest mit der Erde verbunden waren, all das, wodurch wir zu den leisen Verbündeten der Natur gehörten. Die Steine behielten in ihrer Vollkommenheit und Formechtheit ihre Schönheit und Kraft, die uns Menschen nur beschämen kann. In ihnen manifestieren sich das Licht, die Farben, sie Struktur der Strahlen, die Schönheit und das Leben. Sie symbolisieren die Vollkommenheit, sie selbst vollkommen. Durch sie können wir das bereits Verlorene wieder finden, nach dem wir so schmerzvoll suchen und das wir vermissen: den Einklang mit Gott, dem Universum in seiner unabänderlichen, ewigen Form.

Die Energie der Mutter Erde ist besonders in den Edelsteinen konzentriert - in den Steinen, die edel sind durch ihrer Schönheit, ihre Farben, die in ihrer Reinheit und Vollkommenheit die Welt der Mineralien überragen. Ihr "ewiges Leben" verleiht ihnen im Vergleich zu dem kurzen und so elend endenden menschlichen Leben den Ruf der unsterblichen Schönheit. Jeder dieser Steine gewährt uns selbstlos einen Teil seiner Schwingungen, seiner Energie, was aber noch nicht alles ist. Die Steine strahlen nicht nur Energie aus, sondern sie reagieren ebenso wie die Pflanzen auf die Oszillation unserer Gedanken und Gefühle. Haben wir eine gute Beziehung zu ihnen, lieben und streicheln wir sie, so können wir ihre Fähigkeiten stärken, wodurch sie andererseits unsere Gesundheit fördern.

Die Heilkraft der Steine kann nicht als Ersatz für die klassischen Heilmethoden der Schulmedizin betrachtet werden. Die alternative bzw. ergänzende Methode der Steinheilkunde sollte aber auch nicht unterschätzt werden. Im 19. und 20. Jahrhundert führte eine materialistische Einstellung zur Medizin dazu, dass man die unmessbaren und in Zahlen nicht definierbaren verborgenen Fähigkeiten des menschlichen Organismus nicht in Betracht zog. Wir könnne aber beobachten, wie heutzutage alles zurück zur Natur strebt. Positive Ergebnisse erreichen wir meist leichter mit natürlichen Mitteln, durch behutsame, natürliche Verfahren, durch die Suche nach dem Wesentlichen, durch Verständnis und Liebe. Diese Ergebnisse sind auch dauerhaft als die Erfolge, die auf "gewaltsame" Art erzielt werden und die oft nur die Folgen beseitigen ohne Rücksicht auf die ursprünglichen Ursachen. Den angeblichen "Wundern" liegt nichts anderes zugrunde als das einfache Begreifen der inneren Naturgesetze und das demenstsprechende Handeln. Und genau darin unterstützt uns der Stein, die Materie der Erde ,deren vollkommenen Ausdruck wir gerade im Edelstein finden können.

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